Pressespiegel

Bericht vom 07.08.2009 - NRZ

Grüne wollen in Mehr den Ortsvorsteher stellen

Rees. Die Grünen in Rees hätten gern mit den anderen Oppositionsparteien einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. „Aber dann ist die SPD so früh vorgeprescht, dass sich das erledigt hat”, bedauerte Bürgermeisterkandidat Klaus Dörr.

Dabei hätten die Grünen auch die Nominierung eines unabhängigen Kandidaten nicht ausgeschlossen. „Dann hätten wir gute Chancen gehabt...”

Die bei der letzten Kommunalwahl eingefahrenen 15,1 Prozent hoffen die Grünen wieder zu erreichen. Auch wenn es schwer wird, haben doch die großen Parteien die grünen Themen wie Umwelt- und Klimaschutz längst für sich entdeckt. „Aber ich glaube, der Wähler weiß, dass wir auch nach der Wahl halten, was wir davor versprochen haben”, sagte Ortsverbandsvorsitzende Margret Derksen, die ihre Partei als einzige wirkliche Opposition in Rees sieht. „Vielfach waren wir die einzige Fraktion, die gegen eine Vorlage gestimmt hat”, erinnerte Klaus Dörr, der gestern die Internetseite von Fraktion und Ortsverband vorstellte.

Erstellt hat sie die Firma Bleckmann Informationssysteme aus Bienen. „Wir fordern nicht nur im Wahlkampf die mittelständischen Unternehmen in Rees zu stärken, wir tun es auch”, sagte Klaus Dörr.

Die Startseite ist so angelegt, dass alle Aspekte auf einen Blick sichtbar sind mit all ihren Unterpunkten. Auch die aktuellen Themen sind dort zu finden, die die Grünen regelmäßig aktualisieren wollen.

Gestern nannten die Grünen noch einmal ihre wesentlichen politischen Forderungen. Im Bereich Soziales wollen sie die Elternbeiträge für Ogata und Kindergärten, auch für die U3-Gruppen, abschaffen und ein kostenfreies Mittagessen in der Mensa anbieten. Wenn dies nicht kreisweit zu realisieren sei, wollen sie notfalls ein eigenes Jugendamt für Rees auf den Weg bringen. Für dringlich halten sie, sich endlich stärker als bisher auf den demographischen Wandel einzustellen. „Das Bürgerzentrum für Haldern ist ein richtiger Schritt, der seitens der Stadt unterstützt werden muss”, so Dörr, der sich zudem für den Bau von Mehrgenerationenhäusern aussprach. In Fragen der Energie will man moderne Pakete schnüren. Blockheizkraftwerke für Schulzentrum und Hallenbad zum Beispiel. Auch wenn das in der Anschaffung teurer wird, kommen wir am Ende preisgünstiger davon, ist Derksen überzeugt. Und Dörr sieht in der Biomasse des Kompostplatzes ein ungenutztes Kaptial als Brennmaterial.

Für die Ortsteile wollen sich die Grünen aktiver einsetzen, beispielsweise den Radweg für Haldern vorantreiben. Und in Mehr greifen sie nach den Sternen. Derksen: „Wir wollen den Ortsvorsteher stellen.”

http://www.gruene-rees.de/