Pressespiegel
Bericht vom 14.08.2009 - RP
Studium und Beruf in Einklang gebracht
Bienen. Jetzt wird es langsam ernst für Oliver Mark. Der Emmericher bereitet sich auf sein Diplom als Wirtschaftsinformatiker vor. Neben seinem Beruf, denn vier Tage in der Woche arbeitet er als IT-Systemelektroniker in der Firma Bleckmann Informationssysteme in Rees-Bienen.
Freitags heißt es dann seit sieben Semestern: Auf nach Duisburg zur Fachhochschule für Ökonomie und Management. Und wenn er dann spätabends in Emmerich eingetroffen ist, klingelt der Wecker samstags schon wieder um sechs Uhr. Denn dann stehen weitere Vorlesungen auf dem Stundenplan.
Großes Durchhaltevermögen
Solch ein berufsbegleitendes Studium erfordert daher eine große Portion an Disziplin und Durchhaltevermögen. „Natürlich hat es hin und wieder mal Durchhänger gegeben”, erzählt der 25-Jährige, aber da sein Kollege Daniel Sanders das gleiche Studium aufgenommen hat, konnte man sich gegenseitig stützen. Und auch ihr Chef Hans-Gerd Bleckmann hat zwischendurch mal immer für einen kleinen Motivationsschub gesorgt.
Denn in seiner Firma hat das Thema Weiterbildung einen hohen Stellenwert. „Ich selbst habe ja ein Studium absolviert und möchte meine Mitarbeiter gut qualifizieren”, erzählt er, „daher habe ich ihnen zu einem Studium geraten.”
So studiert auch mit Bernd Boßmann (22) ein dritter Mitarbeiter. Er ist gerade im vierten Semester und hat das Ziel, den Abschluss „bachelor of business administration” (früher Diplom-Kaufmann), zu erlangen.
Und alle sind von den Vorteilen dieses dualen Studiums überzeugt. Die Studenten berichten von dem hohen Qualitätsstandard der Professoren, die ausnahmslos aus der Praxis kommen, den recht kleinen Gruppen und der Möglichkeit, manches neu erworbene Wissen direkt in der eigenen Firma anzuwenden.
Da nehmen sie gern in Kauf, dass sie 270 Euro pro Monat an Studiengebühren bezahlen müssen, die man aber von der Steuer absetzen kann. „Wir können das nur jedem empfehlen”, sagen sie unisono. Denn neben dem Grundlagenwissen haben sie sich inzwischen mehr Selbstständigkeit erworben, was wiederum dem Unternehmen zu Gute kommt. „Oliver Mark leitet schon jetzt eigenverantwortlich Projekte wie das im Gymnasium Aspel, wo er eine hochmoderne IT-Lösung installierte”, so Bleckmann.